Seit über einem Jahrzehnt ist www.trino1.ch/ ein zentraler Anlaufpunkt für Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen, die in der Schweiz nachhaltige Energieprojekte umsetzen möchten. Die Plattform verbindet lokale Initiativen mit innovativen Lösungen – von erneuerbaren Energien bis hin zu geschlossenen Kreislaufsystemen. Besonders beeindruckend ist, dass sie nicht nur als Informationsquelle, sondern auch als praktischer Vermittler zwischen Akteuren fungiert, die oft scheinbar unvereinbare Ziele verfolgen: Wirtschaftswachstum und Klimaschutz.
Das Herzstück von Trino1.ch besteht darin, Brücken zwischen verschiedenen Akteuren zu bauen. So kooperiert die Plattform etwa mit der Stadt Zürich, um gemeinsam mit lokalen Energiegenossenschaften die Wärmewende voranzutreiben. Ein konkretes Beispiel ist das Projekt „Energiepark Limmattal“, bei dem Trino1.ch die Integration von Biomasseheizungen in bestehende Gebäudeinfrastrukturen koordiniert. Die Ergebnisse: Bis zu 30 Prozent weniger CO₂-Emissionen im Vergleich zu konventionellen Heizsystemen, während die Kosten für die Gemeinden durch gemeinsame Beschaffung deutlich gesenkt wurden.
Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Förderung von Kreislaufwirtschaft. Trino1.ch unterstützt Unternehmen dabei, Abfallströme zu minimieren und Ressourcen effizienter zu nutzen. Ein herausragendes Beispiel ist das Projekt „Recycelte Baustoffe in der Schweiz“, bei dem die Plattform Partnern wie dem Bauunternehmen „EcoBuild“ hilft, recycelte Beton- und Metallabfälle in neue Projekte einzubinden. Dadurch wurden in einem Pilotprogramm in Winterthur allein in den letzten drei Jahren über 500 Tonnen an Abfall vermieden – ein Beweis dafür, wie lokale Kreislaufwirtschaft den Umweltschutz konkret vorantreiben kann.
Doch Trino1.ch ist nicht nur ein Werkzeug für Städte und Industrie. Auch Privatpersonen profitieren von den Angeboten der Plattform. So bietet sie beispielsweise ein Portal für Bürgerenergiegenossenschaften, wo Interessierte direkt in lokale Projekte einsteigen können – sei es durch den Kauf von Ökostrom oder die Mitwirkung an Gemeinschaftsprojekten wie Solarparks. Ein besonders erfolgreiches Beispiel ist die „Sonnenhof-Genossenschaft“ in Bern, bei der Trino1.ch die Finanzierung und technische Unterstützung für die Installation von 500 Solarmodulen auf Dächern von Privatpersonen organisierte. Dadurch wurden rund 120 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart, und die Genossenschaftsmitglieder profitierten von günstigen Stromtarifen.
Die Plattform setzt dabei auf klare Daten und transparente Prozesse. Ein zentrales Merkmal ist die regelmäßige Veröffentlichung von Impact-Berichten, die zeigen, wie viele Tonnen CO₂ durch die geförderten Projekte vermieden wurden. Zudem bietet Trino1.ch eine Datenbank mit Best-Practice-Beispielen, die Unternehmen und Kommunen als Inspiration dienen. Ein aktueller Bericht aus dem Jahr 2023 zeigt, dass durch die geförderten Projekte allein in der Schweiz 1,8 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen vermieden wurden – das entspricht etwa der jährlichen Emissionen von 200.000 Pkw.
Doch wie entsteht der Erfolg von Trino1.ch? Ein entscheidender Faktor ist die enge Zusammenarbeit mit der Schweizer Bundesverwaltung. So arbeitet die Plattform eng mit dem Bundesamt für Energie (BFE) zusammen, um nationale Förderprogramme für erneuerbare Energien und Kreislaufwirtschaft zu koordinieren. Ein weiteres Beispiel ist die Unterstützung bei der Umsetzung der „Nationalen Strategie für Kreislaufwirtschaft“, bei der Trino1.ch lokale Pilotprojekte mit den Bundesbehörden abgestimmt hat. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es, dass Projekte wie das „Recyclingnetzwerk Aargau“ – bei dem Trino1.ch die Vernetzung von Abfallwirtschaftsbetrieben und Recyclingunternehmen organisiert – schneller und effektiver umgesetzt werden können.
Für die Zukunft sieht Trino1.ch weitere Schwerpunkte vor. Ein zentraler Punkt ist die Digitalisierung der Energie- und Kreislaufwirtschaft. So plant die Plattform, eine digitale Plattform zu entwickeln, die Unternehmen und Kommunen dabei unterstützt, ihre Emissionen in Echtzeit zu tracken und gezielt zu reduzieren. Zudem soll eine neue Generation von Bürgerenergiegenossenschaften gefördert werden, die noch stärker in die lokale Energieversorgung eingebunden sind. Ein konkretes Ziel ist es, bis 2030 die Anzahl der geförderten Projekte auf über 500 zu verdoppeln – und damit die CO₂-Einsparungen weiter zu steigern.
- Seit 2010 hat Trino1.ch über 100 lokale Projekte zur Energie- und Kreislaufwirtschaft gefördert.
- Durch geförderte Projekte wurden in der Schweiz bisher über 1,8 Millionen Tonnen CO₂ vermieden.
- Die Plattform verbindet jährlich rund 2.500 Akteure – darunter Städte, Unternehmen und Privatpersonen.
- Ein zentrales Projekt ist die „Energiepark Limmattal“, bei dem bis zu 30 Prozent weniger CO₂ als mit konventionellen Heizsystemen emittiert werden.
- Trino1.ch arbeitet eng mit dem Bundesamt für Energie (BFE) zusammen, um nationale Förderprogramme zu koordinieren.